Grünstromspeicher für Wind- und PV-Parks
Erneuerbaren Strom flexibel speichern, Netzanschlüsse optimal in das Projektkonzept einbinden und zusätzliche Vermarktungsoptionen erschließen. INTILION plant und realisiert skalierbare Grünstromspeicher für Projektentwickler und Investoren im Umfeld von Wind- und PV-Parks.
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Was ist ein Grünstromspeicher?
Als Grünstromspeicher bezeichnen wir einen Batteriespeicher, der ausschließlich Strom aus einer zugeordneten erneuerbaren Erzeugungsanlage aufnimmt. Der gespeicherte Wind- oder Solarstrom kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingespeist oder vermarktet werden.
Dadurch lassen sich Erzeugung und Einspeisung zeitlich voneinander entkoppeln. Entscheidend ist dabei nicht eine besondere Batterietechnologie, sondern das Zusammenspiel aus Stromherkunft, Messkonzept, Speichersteuerung und Betriebsweise.
Die Bundesnetzagentur verwendet für diese Konfiguration den Begriff „reiner EE-Stromspeicher“. Nimmt der Speicher zusätzlich Strom aus dem öffentlichen Netz auf, liegt ein Mischspeicher vor.
Netzanschluss und Vermarktung von Beginn an mitdenken
Für die wirtschaftliche Umsetzung eines Grünstromspeichers müssen Erzeugungsanlage, Speicher, Netzanschluss und Vermarktungsmodell bereits in der Projektentwicklung aufeinander abgestimmt werden.
Dabei sind sowohl die technischen Vorgaben des Netzbetreibers als auch ihre Auswirkungen auf die mögliche Fahrweise und Vermarktung des Speichers zu berücksichtigen.
Drei Projekt- und Betriebsmodelle für unterschiedliche Anforderungen
Je nach Stromherkunft, Netzanschluss und geplanter Betriebsweise können Grünstromspeicherprojekte unterschiedlich ausgestaltet werden. Entscheidend ist, ob der Batteriespeicher ausschließlich Strom aus der zugeordneten Wind- oder Photovoltaikanlage aufnimmt, zusätzlich aus dem öffentlichen Netz geladen wird oder innerhalb einer flexiblen Netzanschlussvereinbarung betrieben werden soll.
Reiner
EE-Stromspeicher
Der Batteriespeicher wird ausschließlich mit Strom aus der zugeordneten Wind- oder Photovoltaikanlage geladen. Der erzeugte Grünstrom kann dadurch zeitlich verschoben und zu einem späteren Zeitpunkt eingespeist oder vermarktet werden.
Typische Merkmale:
- ausschließliche Beladung aus der erneuerbaren Erzeugungsanlage
- eindeutige Zuordnung der Stromherkunft
- abgestimmtes Mess- und Zählerkonzept
- zeitliche Verschiebung von Wind- oder Solarstrom
- projektspezifisches Betriebs- und Vermarktungsmodell
Mischspeicher mit zusätzlicher Netzbeladung
Ein Mischspeicher kann neben Strom aus der zugeordneten Wind- oder Photovoltaikanlage zusätzlich Strom aus dem öffentlichen Netz aufnehmen. Dadurch können sich weitere Markt- und Einsatzmöglichkeiten ergeben. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die messtechnische Abgrenzung, Bilanzierung und Steuerung der unterschiedlichen Strommengen.
Typische Merkmale:
- Beladung aus erneuerbarer Erzeugungsanlage und öffentlichem Netz
- größere Flexibilität bei der Speicherfahrweise
- zusätzliche Vermarktungsoptionen
- komplexeres Mess- und Bilanzierungskonzept
- projektspezifische regulatorische Prüfung
Speicher mit flexibler Netzanschlussvereinbarung
Bei einer flexiblen Netzanschlussvereinbarung, kurz FCA, werden für Bezug und Einspeisung definierte Leistungsgrenzen oder Betriebsbedingungen vereinbart. Der Batteriespeicher wird innerhalb dieser Vorgaben gesteuert und kann dadurch auch an Standorten mit eingeschränkter Netzanschlusskapazität eingesetzt werden.
Typische Merkmale:
- statische oder dynamische Leistungsgrenzen
- zeitliche oder saisonale Betriebsfenster
- Rampenvorgaben für Lade- und Entladeleistung
- Verarbeitung externer Netzbetreibersignale
- abgestimmte Steuerungs- und Schnittstellenlogik
Welche Vorteile bietet ein Grünstromspeicher?
Wind- und Solarenergie werden nicht automatisch zu den Zeiten erzeugt, in denen Nachfrage und Marktpreise besonders hoch sind. Gleichzeitig können Einspeisespitzen, begrenzte Netzanschlusskapazitäten sowie Niedrig- und Negativpreisphasen die wirtschaftliche Planung erneuerbarer Energieprojekte beeinflussen.
Ein Grünstromspeicher erweitert den Handlungsspielraum von Projektentwicklern und Investoren. Er kann erneuerbare Erzeugung aufnehmen und die Einspeisung innerhalb der technischen, regulatorischen und vertraglichen Rahmenbedingungen zeitlich steuern.
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Erzeugung und Einspeisung zeitlich entkoppeln
Wind- und Solarstrom kann aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt eingespeist werden. So lassen sich Erzeugungsprofil und Einspeisezeitpunkt besser aufeinander abstimmen.
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Vermarktungsflexibilität erweitern
Die zeitliche Verschiebung schafft zusätzliche Möglichkeiten, erneuerbaren Strom in unterschiedlichen Marktphasen bereitzustellen und projektspezifische Vermarktungsmodelle zu berücksichtigen.
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Netzanschluss gezielter nutzen
Erzeugungsanlage und Speicher können innerhalb der verfügbaren Anschlusskapazitäten koordiniert gesteuert werden. Die tatsächlich nutzbaren Bezugs- und Einspeiseleistungen müssen projektspezifisch mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden.
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Projektkonzepte skalierbar entwickeln
Leistung, Kapazität und Steuerungsarchitektur lassen sich auf die jeweilige Projektgröße auslegen und an spätere Erweiterungen oder veränderte Anforderungen anpassen.
Grünstromspeicher im Zusammenspiel von Markt und Standort
Grünstromspeicher im Energiehandel
Abhängig vom Betriebs- und Vermarktungskonzept kann der gespeicherte Wind- oder Solarstrom unter anderem im Day-Ahead- und Intradayhandel eingesetzt werden. Weitere Märkte und Erlösmodelle können projektspezifisch berücksichtigt werden.
Eine erfolgreiche Marktteilnahme setzt voraus, dass technische Auslegung, Speichersteuerung, Marktanforderungen und Betriebskonzept bereits in der Planungsphase aufeinander abgestimmt werden.
INTILION schafft mit der Systemauslegung, der BESS-Steuerung und den erforderlichen Kommunikationsschnittstellen die technische Grundlage für die flexible Vermarktung. Das eigentliche Trading erfolgt durch den Betreiber oder einen angebundenen Vermarktungs- beziehungsweise Optimierungspartner.
Co-Location als Projektkonfiguration
Bei Co-Location werden eine Wind- oder Photovoltaikanlage und ein Batteriespeicher gemeinsam an einem Standort beziehungsweise Netzverknüpfungspunkt betrieben. Dabei können beide Anlagen Teile der vorhandenen Infrastruktur gemeinsam nutzen.
Die koordinierte Auslegung von Erzeugungsanlage, Speicher, Netzanschluss und Steuerung kann dazu beitragen, die vorhandene Infrastruktur besser einzusetzen und die Einspeisung gezielt zu regeln.
Co-Location beschreibt zunächst die räumliche und technische Projektkonfiguration. Ob der Speicher als reiner EE-Stromspeicher oder als Mischspeicher betrieben wird, hängt vom Lade-, Mess- und Betriebskonzept ab.
Flexible Netzanschlussvereinbarungen als Projektoption
Nicht an jedem Standort steht die gewünschte Netzanschlussleistung jederzeit uneingeschränkt zur Verfügung. Eine flexible Netzanschlussvereinbarung, kurz FCA, kann in solchen Fällen einen Netzanschluss mit definierten Einschränkungen ermöglichen.
FCA sind bilaterale Vereinbarungen zwischen Netzbetreiber und Anschlussnehmer. Sie können statische oder dynamische Leistungsgrenzen für Bezug und Einspeisung festlegen und dadurch eine effizientere Nutzung knapper Netzanschlusskapazitäten unterstützen. Ein FCA bestimmt jedoch nicht, ob es sich um einen reinen EE-Stromspeicher oder einen Mischspeicher handelt.
Je nach Projekt können beispielsweise folgende Anforderungen vereinbart werden:
- Leistungsgrenzen: statische oder dynamische Vorgaben für Bezug und Einspeisung
- Zeitliche Restriktionen: saisonale Grenzen oder definierte Betriebsfenster
- Rampenvorgaben: kontrollierte Änderungen der Lade- und Entladeleistung
- Netzbetreibersignale: Verarbeitung externer Leistungs- und Fahrplanvorgaben
Solche Einschränkungen können die Vermarktungsmöglichkeiten und Erlöspotenziale beeinflussen. Gleichzeitig können sie einen realisierbaren Netzanschluss schaffen und damit die Umsetzung eines Projekts ermöglichen.
Steuerung, Messkonzept und Schnittstellen
Die wirtschaftliche und netzkonforme Nutzung eines Grünstromspeichers erfordert ein abgestimmtes Mess-, Steuerungs- und Kommunikationskonzept.
INTILION unterstützt die technische Entwicklung des Mess- und Zählerkonzepts und integriert die erforderlichen Schnittstellen zwischen Batteriespeicher, erneuerbarer Erzeugungsanlage, Vermarkter und Netzbetreiber.
Die INTILION Application Unit, kurz IAU, bildet die übergeordnete Steuerungs- und Kommunikationsebene des Speichersystems. Sie verarbeitet die im Projekt definierten Sollwerte und koordiniert das Zusammenspiel von Batteriespeicher, Wind- oder Photovoltaikanlage sowie den externen Markt- und Netzschnittstellen.
Bestandteile des projektspezifischen Steuerungskonzepts
- Unterstützung beim Mess- und Zählerkonzept
- Schnittstelle zur Wind- oder Photovoltaikanlage
- Anbindung an Vermarkter und Optimierer
- Einbindung des Netzbetreibers und des EZA-Reglers
- übergeordnete Anlagen- und Parkregelung
- Koordination mehrerer Speichereinheiten
Von der individuellen Auslegung bis zum langfristigen Service
Die passende Speichergröße lässt sich nicht allein aus der Leistung der Wind- oder Photovoltaikanlage ableiten. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Erzeugungsprofil, Netzanschluss, Vermarktungsstrategie, Stromherkunft und gewünschter Betriebsweise.
INTILION begleitet das Projekt über drei aufeinander abgestimmte Phasen.
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1.In der Konzeptphase legen wir die technische, regulatorische und wirtschaftliche Grundlage Ihres Projekts. Von der Auslegung bis zur Netzanschlussplanung entsteht eine belastbare Struktur für eine sichere Investitionsentscheidung.Planung & Konzept1. Planung & KonzeptIn der Konzeptphase legen wir die technische, regulatorische und wirtschaftliche Grundlage Ihres Projekts. Von der Auslegung bis zur Netzanschlussplanung entsteht eine belastbare Struktur für eine sichere Investitionsentscheidung. -
2.In dieser Phase wird aus Planung Realität. Wir übernehmen Koordination, Bauleitung und technische Integration bis zur stabilen Übergabe in den Netzbetrieb.EPC & Inbetriebnahme2. EPC & InbetriebnahmeIn dieser Phase wird aus Planung Realität. Wir übernehmen Koordination, Bauleitung und technische Integration bis zur stabilen Übergabe in den Netzbetrieb. -
3.Nach der Inbetriebnahme sichern strukturierte Serviceprozesse, Monitoring und vorbeugende Maßnahmen die langfristige Leistungsfähigkeit Ihres Systems.Wartung & Services3. Wartung & ServicesNach der Inbetriebnahme sichern strukturierte Serviceprozesse, Monitoring und vorbeugende Maßnahmen die langfristige Leistungsfähigkeit Ihres Systems.
Vom Projektkonzept zur skalierbaren Speicherlösung
Für große Wind- und PV-Projekte bildet INTILION | scalecube eine modular skalierbare Systemplattform. Leistung, Kapazität, Steuerung und Schnittstellen werden auf das Erzeugungsprofil, den Netzanschluss und das geplante Vermarktungsmodell abgestimmt.
Gemeinsam prüfen wir die technischen Rahmenbedingungen Ihres Projekts und entwickeln eine belastbare Systemkonfiguration von der Planung bis zum langfristigen Service.
Häufige Fragen zu Grünstromspeichern
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Was ist ein Grünstromspeicher?
Ein Grünstromspeicher ist ein Batteriespeicher, der ausschließlich Strom aus einer zugeordneten erneuerbaren Erzeugungsanlage aufnimmt. Er ermöglicht es, Wind- oder Solarstrom zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzuspeisen oder zu vermarkten. Entscheidend für die Einordnung sind das Lade-, Mess- und Betriebskonzept.
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Ist jeder Co-Location-Speicher ein Grünstromspeicher?
Nein. Co-Location beschreibt zunächst, dass Batteriespeicher und erneuerbare Erzeugungsanlage an einem gemeinsamen Standort oder Netzverknüpfungspunkt betrieben werden. Ob es sich um einen Grünstromspeicher handelt, hängt davon ab, ob der Speicher ausschließlich aus der erneuerbaren Erzeugungsanlage oder zusätzlich aus dem öffentlichen Netz geladen wird.
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Kann ein Grünstromspeicher zusätzlich Strom aus dem Netz aufnehmen?
Ein klassischer Grünstromspeicher wird ausschließlich mit erneuerbarem Strom aus der zugeordneten Erzeugungsanlage geladen. Nimmt der Speicher zusätzlich Netzstrom auf, handelt es sich um ein anderes beziehungsweise gemischtes Betriebskonzept. Dadurch können sich weitere Marktoptionen, aber auch andere regulatorische und messtechnische Anforderungen ergeben.
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Was bedeutet FCA bei einem Batteriespeicher?
FCA steht für Flexible Connection Agreement beziehungsweise flexible Netzanschlussvereinbarung. Darin können Netzbetreiber und Anschlussnehmer flexible Leistungsgrenzen für Bezug und Einspeisung vereinbaren. Das ermöglicht unter bestimmten Bedingungen einen Netzanschluss, obwohl die uneingeschränkte Anschlusskapazität nicht zur Verfügung steht.
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Wie wird die passende Speichergröße bestimmt?
Die Auslegung basiert nicht allein auf der installierten Leistung der Wind- oder PV-Anlage. Berücksichtigt werden unter anderem das Erzeugungsprofil, die Netzanschlussleistung, das geplante Vermarktungsmodell, die gewünschte Speicherdauer, Lade- und Entladeleistung, Wirkungsgrad, Zyklen und spätere Erweiterungsmöglichkeiten.
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Wie kann gespeicherter Grünstrom vermarktet werden?
Abhängig vom Mess-, Betriebs- und Vermarktungskonzept kann der gespeicherte Strom beispielsweise im Day-Ahead- oder Intradaymarkt bereitgestellt werden. Die technische Anbindung erfolgt über geeignete Steuerungs- und Kommunikationsschnittstellen. Das Trading übernimmt der Betreiber oder ein spezialisierter Vermarktungs- beziehungsweise Optimierungspartner.
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Welche Rolle übernimmt INTILION?
INTILION unterstützt von der Projektprüfung und Systemauslegung über Netzanschluss-, Mess- und Steuerungskonzepte bis zur EPC-Umsetzung und Inbetriebnahme. Nach der Übergabe stehen modulare Monitoring-, Wartungs- und Serviceleistungen zur Verfügung. Die Vermarktung erfolgt in Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern.
Potenzial Ihres Grünstromspeicherprojekts prüfen
Gemeinsam bewerten wir Erzeugungsprofil, Netzanschluss, Mess- und Betriebskonzept, Vermarktungsanforderungen und den aktuellen Stand Ihrer Projektentwicklung. Auf dieser Grundlage entwickeln wir eine passende Systemlogik und zeigen die nächsten technischen und wirtschaftlichen Schritte auf.